Ein Hoch auf das Januarloch

Das Januarloch muss gemäss Wiktionary ein schweizerisches Phänomen sein, wird dort doch vermerkt: «schweizerisch: (nach den Weihnachtsfeiertagen und Silvester) im Januar auftretende Periode, in der eine markante Verringerung der allgemeinen (besonders geschäftlichen, politischen, kulturellen) Betriebsamkeit und Stimmung auftritt (die sich unter anderem in einer reduzierten Kaufbereitschaft bemerkbar macht).»


Das Januarloch folgt demnach also auf die Weihnachtsfeiertage, die bereits im Oktober ihre Vorboten ausschickt mit den ersten Bergen an Schokonikolausis, den neusten Weihnachtskugelkreationen und Flitterflatterlametta, den sich endlos schlaufenden Kristmäss-Hits mit der 5000sten Variante von Tschingälbälls-Tschingälbälls-Tschingäl-ol-de-Wëëi! und den ersten Bergen mit Mailänderli-Brundsli-Chräbeli-Säcken.


Im Dezember beginnt dann der Lichtertanz in Städten, Gemeinden und Dörfern. Viele Gärten und Balkone verwandeln die Winternacht in eine Dauerdämmerung und der Adventssturmlauf geht los mit dem sich langsam einstellenden Stress, noch Zeit für den Weg in die grossen Konsumtempel zu finden und das beste Geschenk – ever – zu finden. Das Christchindli wird zur Markenbotschafter:in für alles Mögliche und Unmögliche, dabei ist doch Kinderarbeit explizit verboten! Die Festtage fühlen sich an, wie ein prächtiges Feuerwerk, das fast zart beginnt, sich langsam entwickelt, sich stetig steigert, um dann in einem fulminanten Finale grell blendend und laut tätschend zu explodieren.


Und dann wird es wieder Stille. Das Fest der Feste ist vorbei, ein Moment der Einkehr und der satten Ruhe stellt sich ein. Es ist die Zeit für einen emotionalen Powernap, bevor die nächste Welle anrollt. Der grosse Umtauschrausch und das gute neue Jahr stehen vor der Tür und wollen ausgelebt werden. Jahresrückblicke auf die besten Sportereignisse, die schrägsten Entscheidungen in Politik und Wirtschaft, der ultimative Hit des Jahres und der grösste Flopp des Jahres erleben ein Nachrichtencomeback. Das gute neue Jahr steht vor der Tür und das letzte Highlight des Jahres will wieder mit allem Drum und Dran gefeiert sein. Adieu altes Jahr mit alle deinen Sorgen und Freuden und Willkommen neues Jahr mit all deinen guten Vorsätzen.


Loch in gefrorenem See

Und dann ist es da, das Januarloch, mit «der markanten Verringerung der allgemeinen Betriebsamkeit». Das liegt nicht zuletzt an den oft stark strapazierten Budgets während der vergangenen Feiertage. Ich habe lange gedacht, dass es eigentlich eine ganz betrübliche Sache ist, im Januarloch zu stecken. Aber nach all dem besinnlichen Vor- und Weihnachts- Silvesterstress, der massiven Attacken auf mein Idealgewicht – von dem mich nur noch 15 kg trennen –, nach den vielen auch sehr fröhlichen, lustigen und trotz allem vorher Beschriebenen auch besinnlichen Momenten, möchte ich hier auch auf die Vorteile des Januarlochs hinweisen.


Die Normalität, der Alltag, kehrt zurück. Das Jahr wird langsamer angegangen, als es ausgefeiert wurde. Eine Ruhe macht sich breit, die doch eigentlich zur Adventszeit gehören würde. Das gestresste Budget bringt mir einen langsameren Rhythmus zurück, damit das gute, neue Jahr einen entspannten Neustart haben kann. Geniesse diese Pause mit einer Kerze, lade Deinen Lieblingsmensch zu einem zweisamen Kaffee-Moment ein. Bei en-detail findest du Vieles, das Dir dabei hilft und dem Januarloch Rechnung trägt – z.B. unsere Poster. Übrigens, mit dem Gutscheincode "Januarloch15" sparst Du im Januar 2021 bei Deinem Einkauf ab CHF 100.00 fünfzehn Franken. Es geht weiter, der Elan kehrt zurück und ich nehme langsam wieder Fahrt auf. Und, von einem Februarloch habe ich bis jetzt noch nie etwas gehört.

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